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Hier finden Sie häufig benutzte Fachbegriffe oder Abkürzungen erläutert. (ohne Gewähr)

A - D

A.A. (ALWAYS AFLOAT)
Always afloat bedeutet das das Schiff während der Beladung, bzw. Entlöschung nicht auf Grund kommen darf.

AAAA

Die Anweisung "always afloat, always accessible" gewährleistet, das das Schiff während seiner Liegezeit im Hafen den Boden nicht berührt und jederzeit zugänglich ist.

AD VALOREM
Bei der Verschiffung sehr wertvoller Güter wird der Preis für den Transport nicht nach dem Gewicht bestimmt, sondern in Prozent nach dem Warenwert errechnet, um das erhöhte Risiko (z.B. der Ware bei Verlust oder Beschädigung) abzudecken. Beispiele für solche Güter sind hochwertige Elektrogeräte, wertvolle Bilder und Gemälde, Kunstgegenstände, Antiquitäten und sonstige Wertsachen.

AHMING
Die Ahming ist eine Skala am Bug und am Heck des Schiffes, an der der Tiefgang abgelesen werden kann. Dort befindet sich auch die gesetzliche Tieflademarke, welche durch zu hohe Beladung nicht unter die Wasseroberfläche geraten darf.

ALL IN
Bei der Frachtabsprache ist "all in" eine Vereinbarung, die besagt daß alle Aufschläge, Abschläge und eventuelle weiteren anfallenden Kosten im Preis inkludiert sind. Wörtliche Übersetzung: "Alles eingeschlossen"

AUSRÜSTER
Der Ausrüster bestückt Schiffe vor deren Reise mit Ersatzteilen, Proviant, Frischwasser und sonstigem technischem Schiffsbedarf. Er wird von der Reederei oder deren Hafenagent beauftragt zuvor fordert der Kapitän die benötigten Ausrüstungsmaterialien bei der Reederei an.

BAF (Bunker Adjustment Factor)
Wenn der Ölpreis besonders hoch ist berechnet die Reederei ihren Kunden zusätzlich die entsprechenden Mehrkosten. Denn die Reederei hat natürlich auch ein Interesse die Reise gewinnbringend anzutreten. Der BAF wird bei der Frachtquotierung ,durch die Reederei, in Prozent (von der Grundfracht) angegeben.

BAREBOAT CHARTER
Der Charterer mietet ein Schiff ohne Besatzung, Proviant und Treibstoff. Der Eigner kümmert sich lediglich um die Versicherung für das Schiff.

BBB - Before breaking Bulk
Eine Klausel, die besagt, daß die Fracht für einen Schiffstransport zu zahlen ist, bevor die Schiffsluken im Löschhafen geöffnet werden

BORDEMPFANGSSCHEIN
Der Bordempfangsschein wird vom Kapitän des Schiffes ausgestellt und dem Ablader bei Anlieferung der Güter als Quittung / Abladebestätigung übergeben.

CARRIER
Der Carrier oder Verfrachter ist ein Transportunternehmen, welches eigene Transportmittel ( z.B. LKW, Schiffe, etc.) unterhält und diese zu gewerblichen Zwecken einsetzt. Er besorgt sozusagen den physischen Transport der Güter von A nach B.

CHARTERNAME
Charternamen werden an Schiffe vergeben, die für längere Zeit gechartert werden (Zeitcharter). Der Name welcher am Schiff steht wird ersetzt durch den Charternamen.

DEMURRAGE
Wenn ein Schiff länger im Hafen liegt als zwischen Reeder und Charterer in der Charterparty vereinbart so entstehen weitere Liegetage, sogenannte Überliegetage, die für die Reederei mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Diese Kosten sind zum Beispiel zusätzliche Hafenkosten. Des weiteren gehen Tage verloren, in denen das Schiff gewinnbringend unterwegs sein könnte. Für alle diese Nachteile muß jedoch der Charterer aufkommen indem er die zusätzlichen Tage, wie im Chartervertrag vereinbart, an die Reederei bezahlt
Demurrage ist auch eine Gebühr die erhoben wird, wenn sich die Abnahme der Ladung oder der Container im Löschhafen verzögert.

DRAFT
Der Draft bezeichnet den Tiefgang eines Schiffes, welcher nach dem Abstand zwischen Wasseroberfläche und der Unterkante des Kiels berechnet wird. Den Abstand zwischen obersten festen Punkt und Wasseroberfläche nennt man Airdraft.

DURCHKONNOSSEMENT
Das Durchkonnossement (engl. through-Bill-of-Lading) wird ausgestellt, wenn es nicht möglich ist eine Ladung ohne Umladung auf ein anderes Transportmittel bis zum Endbestimmungshafen zu befördern.
Die Verantwortung für den gesamten Transport, bis zum Endhafen übernimmt der Transporteur der das Durchkonnossement ausstellt (laut Durchfracht-Konnossementsbedingungen).

E - K [zurück] 

FRACHTTONNE (FRT)
Anhand der Frachttonne berechnet die Reederei den Preis einer Verschiffung für den Kunden. Wenn das Gewicht in Tonnen höher ist als das Volumen in Kubikmetern, ist das Gewicht die Grundlage für die Berechnung. Bsp.: Die Rate für einen Transport ist 50,- USD pro Frachttonne. Transportiert werden sollen 100 Packstücke mit einer Abmessung von je 5 cbm, und einem Gewicht von je 6 tons. Die Ladung ist wiegend (6tons > 5cbm) ==> 50,-USD x 6 tons x 100 stk. = 30.000,- USD

Wenn das Volumen in Kubikmetern höher ist als das Gewicht in Tonnen, ist das Volumen die Grundlage für die Berechnung. Bsp.: Die Rate für den Transport bleibt 50,- USD pro Frachttonne. Transportiert werden wieder 100 Packstücke mit einer Abmessung von nun 6 cbm, und einem Gewicht von nur 5 tons. Die Ladung ist demnach messend (6cbm > 5tons) ==> 50,-USD x 6 cbm x 100 stk. = 30.000,- USD

FREE IN, LINER OUT
Diese Klausel im Vertrag regelt wer die Kosten und Risiken für den Umschlag im Hafen trägt. Die Ladekosten sowie das Risiko für den Umschlag der Waren auf das Schiff übernimmt der Versender/ Befrachter und um das Entlöschen kümmert sich der Verfrachter/ die Reederei.

GROSSE, MITTLERE UND KLEINE FAHRT
Als kleine Fahrt bezeichnet man alle Schiffsreisen, die sich auf die nähergelegenen Meere (z.B. Nord-, Ostsee) beschränken. Das Gegenteil dazu ist die grosse Fahrt. Diese Schiffe fahren im Überseeverkehr (Amerika, Asien,...). Ausserdem gibt es noch die mittlere Fahrt oder auch grosse Küstenfahrt genannt. Hier werden Häfen in ganz Europa angelaufen (Ausnahmen: Island, Azoren und Spitzbergen)

KÜMO
Kümo ist die Abkürzung für Küstenmotorschiff. Ein Küstenmotorschiff ist in der Regel 250 - 1600 BRT groß.

Wie der Name schon sagt bewegen sich diese Schiffe entlang der Küste ohne eine gewisse Grenze (50 Seemeilen Entfernung von der Küste) zu überschreiten. Kümos die von Deutschland aus fahren, haben z.B Destinationen wie Spanien, Italien und die Türkei.

L - M [zurück]

LEICHTERN / ABLEICHTERN
Wenn ein Schiff überladen ist, weil z.B. der Wasserstand so niedrig ist, daß das Schiff nicht fahren kann, so wird ein Teil der Ladung auf ein weiteres Schiff umgeladen oder zurück auf Kai gelegt.

MESSBRIEF
dient zur Berechnung von Hafengeldern für Handelsschiffe.

MESSENDE/ WIEGENDE LADUNG
Wenn die zu verschiffenden Güter im Verhältnis mehr wiegen, als das sie Raum einnehmen, spricht man von wiegender Ladung. Das heißt die Kubikmeterzahl (cbm) ist höher als die Tonnenangabe (t). Ein gutes Beispiel dafür sind schwere Metallplatten.

Ist das Verhältnis umgekehrt (Bsp. Rohre) , so spricht man von messender Ladung.

NUTZLAST/ PAYLOAD
Dieser Wert gibt den verdienenden Teil des Schiffes in Tonnen, bzw. Kubikmetern an. Der verdienende Teil ist der Raum, der zur Verfügung steht um die Güter der Kunden gewinnbringend zu befördern.

N - S [zurück]

NAABSA
not always afloat but safe aground" sagt aus, das das Schiff zwar den Boden berühren darf, dieser jedoch eben sein muß um den Schiffskiel nicht zu beschädigen. (siehe auch AAAA)

OPEN-TOP-CONTAINER
Dieser Containertyp hat kein festes Dach, sondern einen abnehmbaren Hardtop oder wir oben mit einer Plane abgedeckt. Sie werden vor allem für große sperrige Güter benutzt, die von oben mit einem Kran beladen werden können. Alternativ kann natürlich auch von der Stirnseite her (z.B. mit einem Gabelstapler) geladen werden.

PILOTAGE = Lotsengelder
Lotsengelder sind Gebühren die im Hafen anfallen und vom Schiff an den Lotsen zu bezahlen sind.

Sie entstehen oft dann, wenn der Hafen so eng ist, daß das Schiff den Hafen nicht allein passieren kann und Hilfe vom Lotsen in Anspruch nehmen muß.

PREFIX
Jeder der sich im weltweiten Umlauf befindenden Container besitzt bestimmte Kennungen um eine eindeutige Identifikation zu gewährleisten. Diese Nummer besteht aus sieben Ziffern und einem aus sechs Buchstaben zusammengesetzten Eigentümercode, dem sogenannten Prefix. Dieses Prefix lässt Rückschlüsse auf den Eigentümer zu und wird vom BIC (Bureau International de Container) vergeben.

RTW-Dienst
Im Containerverkehr über See gibt es sogenannte "´Round The World - Dienste". Die Reedereien setzen Großraumschiffe, auch" Jumbo-Schiffe" genannt, ein, welche die größten und wichtigsten Häfen auf der ganzen Welt anlaufen.

STEUERBORD und BACKBORD
Der Ausdruck Steuerbord (engl. starbord) bezeichnet ,in Fahrtrichtung gesehen, die rechte Seite des Schiffes.
Die Backbordseite (engl. port side) befindet sich links.

Geschichtlicher Hintergrund: In den Anfängen der Schifffahrt befand sich das Ruder/Steuer auf der rechten Seite. Der Steuermann saß dem Steuer zugewandt, sodass sein Rücken (engl. back) der linken Schiffsseite zugedreht war und von dem ab die linke Seite als Backbord bezeichnet wurde.

STUFFING
Des Beladen eines Containers nennt man "stuffen", das Entladen heißt unstuffen oder auch destuffen.

T - Z [zurück]

TEU
TEU ist die Abkürzung für Twenty foot Equivalent Unit. Diese Einheit ( 20'- ISO-Containereinheit) bezeichnet die Länge der gängigen 20'- Container (20 Fuß oder 6,096 m lang). 40' Container sind doppelt so lang und haben dementsprechend 2 TEU.
Auf ein Containerschiff, welches für 3.000 TEU ausgelegt ist passen also 3.000 20' Container oder 1.500 40’ Container.

THC
THC ist die Kurzform für Terminal Handling Charge, wobei es sich um Abgaben im Hafen handelt. Damit werden z.B. Gebühren für den Umschlag (z.B. löschen ex LKW und Handling am Terminal) von Containern und deren Einlagerung bezahlt.

TIDEHAFEN
Tidehäfen sind Seehäfen, die von Gezeiten (Ebbe & Flut) beeinflusst sind. Sie haben keine Schleusen, die einen gleichbleibleibenden Wasserpegel gewährleisten. Je nach Wasserstand ist die Umschlagsrate höher oder niedriger.

Besonders davon betroffen sind grössere Schiffe mit hohem Tiefgang.

W/M
Wenn hinter einem Angebot für eine Seefracht w/m (weight/measurement) steht, so bezieht sich der voranstehende Preis auf das Gewicht (Preis pro Tonne) oder auf das Volumen (Preis pro cbm) der zu verschiffenden Ware, je nachdem welche Fracht höher ist.